
Fussreflexzonenmassage
Die Reflexzonenmassage gehört zu den
Hauptmethoden im Berufsbild der Medizinischen Massage. Ihr liegt ein über
Jahrzehnte ausgearbeitetes Ordnungsmodell zugrunde: Der Körper wird in zehn
Längs- und drei Querzonen eingeteilt, von denen jede einer Zone am Fuss
zugeordnet ist. Dieses Modell ist keine anatomische Landkarte, sondern ein
Arbeitsinstrument – und als solches erstaunlich präzise. Erfahrene Behandelnde
finden druckempfindliche Stellen reproduzierbar wieder und beobachten, dass
sich diese im Behandlungsverlauf verändern.
Wir
tasten die Zonen systematisch ab und arbeiten mit
dosiertem Druck gezielt an den auffälligen Stellen. Die Behandlung folgt einem
Plan und wird im Verlauf überprüft. Häufig zeigen sich schon während der
Behandlung deutliche Reaktionen – Wärme, tiefere Atmung, ein Nachlassen der
Spannung im ganzen Körper.
Dass ausschliesslich an den Füssen gearbeitet wird, ist dabei ein praktischer Vorteil: Die Methode kommt auch dann in Frage, wenn eine Behandlung am Rumpf oder Rücken nicht möglich ist – nach Operationen, bei ausgedehnten Schmerzbildern oder wenn Nähe schwerfällt.
Die Fussreflexzonenmassage wird bei uns unteranderem eingesetzt bei
- anhaltenden Schmerzbildern – begleitend zur ärztlichen Behandlung
- Erschöpfung und Fatigue, auch im Rahmen einer onkologischen Begleitbehandlung
- innerer Unruhe, Anspannung und Stresserleben
- Ein- und Durchschlafproblemen
- Unruhe und Schweregefühl in den Beinen
- zyklusbedingten Beschwerden
- Belastungssituationen, in denen eine Behandlung am Rumpf nicht möglich oder nicht gewünscht ist
Mehr zur Fussreflexzonen Massage
Was Patient*innen uns immer wieder berichten: eine spürbare Beruhigung, die über den Behandlungstag hinaus anhält, weniger Anspannung, besserer Schlaf. In unserer täglichen Arbeit gehört die Fussreflexzonenmassage deshalb zu den Methoden, mit denen wir dort etwas erreichen, wo eine rein lokale Behandlung nicht weiterkommt.
Die Grundlagen der Methode gehen auf den HNO-Arzt William Fitzgerald zurück, der sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit überlieferten Behandlungsformen der Native Americans befasste. Dieses Wissen systematisierte er und stellte es 1915 als «Zonentherapie» vor. Von ihm stammt die Einteilung des Körpers in die senkrechten Zonen von der Schädeldecke über die Finger zu den Füssen und in die drei waagerechten Zonen (Kopf/Hals, Brust/Bauch und Unterleib/Becken).
Dass diese Körperzonen jeweils einer Fusszone zugeordnet werden, geht auf die amerikanische Masseurin Eunice Ingham zurück, die die Fusssohlen in den 1930er-Jahren kartografierte. Dasselbe Modell lässt sich auch auf die Hände übertragen. In Europa wurde die Methode ab den späten 1950er-Jahren bekannter, wesentlich durch die deutsche Masseurin Hanne Marquardt, die sie zu einer differenzierten Behandlungssystematik ausarbeitete. Heute ist die Reflexzonenmassage eine der Hauptmethoden im eidgenössisch geregelten Berufsbild der Medizinischen Massage – und Teil unserer Ausbildung und Prüfung.
Fussreflexzonenmassage Bern
Gurtengasse 2
3011 Bern
Fussreflexzonenmassage Solothurn
Hauptgasse 14
4500 Solothurn